Wenn ich mir einen edlen Scotch Single Malt zur intensiven Verkostung in einer Bar oder einem Restaurant bestelle, bange ich insgeheim schon im vorhinein und hoffe: „Hoffentlich kommt der Barmann jetzt nicht gleich mit einem Tumbler-Glas mit jeder Menge Eis um die Ecke!“ Die Folge dieses Fauxpas: Von Geruch und Geschmack des sonst wohlschmeckenden Malts bleibt nicht viel übrig, der Genuss des Whiskys ist dahin. Ein Nosing-Glas wäre die bessere Wahl gewesen.

In der Tat ist das Tumbler-Glas nicht ideal, um bei der Verkostung eines Single Malt Whiskys einen möglichst guten Eindruck von den Aromen zu bekommen. Die große Öffnung eines Tumblers lässt nämlich schnell viel Sauerstoff an die Spirituose, was Geruch und Geschmack schnell zusetzt.

Und doch hat das Tumbler-Glas seine Berechtigung in den Bar-Regalen und Spirituosenvitrinen. In diesem Artikel klären wir, wofür der klassische Whisky-Tumbler perfekt geeignet ist: Für Easy-Going-Blends, für leckere Drinks und natürlich für den stilechten Genuss von amerikanischem Bourbon Whiskey.

Optimale Partnerschaft: Amerikanischer Whiskey & Tumbler-Glas

Wer gerne amerikanischen Bourbon oder Rye Whiskey trinkt, kommt um einen Whisky-Tumbler nicht herum: Eis ins Glas, Whiskey darauf: Fertig ist der Whiskey on the rocks! Fertig ist das Rezept, dass Genießern der Spirituose zuverlässig ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Zwar kann man amerikanische Whiskeys auch aus Nosing-Gläsern verkosten, die mit ihrer speziellen Form ideal auf das Erkennen der Aromen zugeschnitten sind. Doch für den entspannten und eleganten Genuss hat sich der Tumbler dennoch seinen festen Platz in den Bars und auf den Theken erobert.

Tumbler-Gläser: Perfekt für Blends, Cocktails und Longdrinks

Schiefer TumblerDas Tumbler-Glas auch unbestrittene Vorzüge: Längst nicht jeder Whisky gewinnt nämlich dadurch, wenn man ihn aus einem langstieligen Nosing-Glas trinkt. Wer einen Scotch Blend trinken möchte oder Lust auf einen Cocktail mit Whisky hat, der wird mit Recht eher zum Tumbler als zum Nosing-Glas greifen.

Der Tumbler bietet deutlich mehr Volumen – und somit schlicht und ergreifend mehr Platz für Eis und für zusätzliche Zutaten eines gemischten Drinks oder Cocktails.

Auch wer seinen Bourbon gerne mit Cola genießt oder den Abend mit einem Horsesneck (Whiskey mit Ginger Ale) ausklingen lassen möchte, findet in diesem Whiskyglas den optimalen Begleiter.

Die Vorteile von Whiskybechern wie dem Tumbler

Ein weiterer Vorteil von Tumblern ist ihr dicker Glasboden: Er leitet nur wenig Wärme ab und hält das Eis vom Schmelzen ab. Zudem liegen Whiskybecher (ein anderer Begriff für den Tumbler) sehr gut in der Hand. Ein solches Glas, in der Hand eines Gentleman und Genießers von Welt wird zum Stil-Accessoire und zum Ausdruck von Lebensart.


Fazit: Für wen sind Whisky-Tumbler geeignet?

Wer in lustiger Runde einen soliden Blend oder einen Bourbon trinken möchte, wem es vor allem um das Trinken des Whiskys und nicht so sehr um das diffizile Herausschmecken von Aromen geht – der ist mit einem Whisky-Tumbler sehr gut beraten. Auch zum Trinken von anderen Destillaten und Cocktails eignet sich ein Tumbler-Glas ausgezeichnet. So lassen sich in Tumblern zum Beispiel auch Longdrinks und Cocktails servieren.