Mittlerweile hat sich bei vielen Whisky-Genießern herumgesprochen, dass der Geschmack eines Whiskys sich durch Zugabe von Wasser unter Umständen verbessern kann und besser wahrgenommen werden kann. Dieser Effekt ist mittlerweile sogar wissenschaftlich durch Studien belegt. Für die Zugabe von Wasser in die Gläser wird meistens eine Whisky-Pipette verwendet, da diese ein möglichste genaues Dosieren ermöglicht. Insbesondere bei Cask Strength Whiskys und stärkeren Single Malts ist das Experimentieren mit verschiedenen Trinkstärken besonders spannend und sinnvoll, während Blends zumeist von einer Wasserzugabe nicht großartig profitieren können.

Wann bei  Whisky die Zugabe von Wasser lohnt

Bei den meisten Cask Strength Whiskys kann mit ruhigem Gewissen ein wenig Wasser mit in das Nosing-Glas gegeben werden. Da die meisten Cask Strength Whiskys  mit zwischen 50 und 60 % Alkohol abgefüllt werden bieten sie so genügend Spielraum für die Zugabe von Wasser. Aber auch einige Single Malts werden etwas stärker als die mindestens benötigten 40 % abgefüllt und können mit ein paar Tropfen Wasser aufgeschlossen werden. Durch die Abmilderung des Alkohols kommen bislang verdeckte Aromen im Whisky zum Vorschein, der Geschmack wird breiter und kann teilweise ganz anders wahrgenommen werden.

Welches Wasser zum Whisky verdünnen?

Wer seinen Whisky gerne besonders puristisch trinkt, verwendet übrigens kein Wasser aus der Leitung für die Verdünnung. Für diesen Zweck wird in einigen Shops sowie Online mittlerweile original schottisches Wasser in Flaschen angeboten. Dieses schottische Wasser gilt als besonders mineralarm und soll einen besseren Effekt auf den Geschmack des Whiskys haben, wofür allerdings teilweise auch Mondpreise aufgerufen werden. Tatsächlich können im Wasser enthaltene Mineralien und Salze den Geschmack des Whiskys beeinflussen. Als geeignetes schottisches Wasser gilt zum Beispiel Highland Spring, welches mit 170 mg relativ gering mineralisiert und auch online erhältlich ist.

Falls aber gerade kein schottisches Wasser zur Hand sein sollte, sind grundsätzlich auch andere mineralarme stille (!) Mineralwässer zum Verdünnen geeignet, wobei man Glasflaschen den Vorzug geben sollte, da Plastikflaschen teilweise (außer wenn als BPA-frei gekennzeichnet) geschmacksverändernde Weichmacher an das Wasser abgeben können. Als geeignete Mineralwässer gelten Volvic , Evian und Vittel, die mit 494 mg, 490 mg und 131 mg mineralisiert sind. Leitungswasser in Berlin enthält laut den Wasserbetrieben mit 575 mg eine etwas höhere Mineralisierung. Ob auch Leitungswasser für die Zumischung zum Whisky geeignet sein kann, hängt vom Wohnort ab. Insbesondere hohe Werte von Hydrogencarbonat und gelösten Salzen wirken sich eher verfälschend auf den Whisky aus. Die lokalen Wasserbetriebe informieren in der Regel über Qualität und Inhaltsstoffe von Leitungswasser.

Mit einer Pipette kann ein Whisky mit einigen Tropfen Wasser aufgeschlossen werden. Im Bild die 'Gentleman-Pipette' von Eisch. (Foto: Amazon)
Mit einer Pipette kann ein Whisky mit einigen Tropfen Wasser aufgeschlossen werden. Im Bild die ‚Gentleman-Pipette‘ von Eisch. (Foto: Amazon)

Whisky mit Wasser über eine Pipette verdünnen

Wie bereits erwähnt geht man beim Verdünnen von Whisky mit Wasser am besten nicht Pi mal Daumen vor und gießt nicht etwa einfach aus einem Krug oder dem Wasserhahn eine grob geschätzte Menge Wasser in sein Tasting-Glas – Die Gefahr ist groß, dass der Whisky in diesem Fall deutlich mehr Wasser als gewollt erhält und der gewünschte Effekt mitunter deutlich verfehlt wird. Die professionelle Dosierung des Wassers gelingt am besten über mit einer Whisky-Pipette, mit welcher Tropfen für Tropfen die persönliche optimale Trinkstärke ermittelt werden kann.

Wie so oft beim Whiskygenuss, ist auch das Verdünnen des Whiskys mit Wasser reine Geschmackssache. So werden Whiskys in Japan häufig als stark verdünnte Highballs getrunken. Erfahrungsgemäß kann man jedoch festhalten, dass Whisky mitunter stark an Charakter verliert, wenn der Alkoholgehalt zu stark unterhalb von 40 % verdünnt wird. Um dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, sollte die Dosierung des Wassers also nicht mutwillig und per grober Schätzung, sondern möglichst dosiert mit einer Pipette durchgeführt werden.

Whisky-Pipetten im Überblick – Von einfach bis hochwertig

Pipetten, welche zum Verdünnen von Whisky verwendet werden können sind in den verschiedensten Modellen von einfach bis hochwertig erhältlich. Um einen Überblick zu geben, stellen wir einige der beliebtesten Pipetten vor.

Whisky-Pipetten aus Kunststoff sind einfach und funktional. (Foto: Amazon)
Whisky-Pipetten aus Kunststoff sind einfach und funktional. (Foto: Amazon)

Lebensmittelechte Pipetten aus Kunststoff im 12er-Pack

Wer seinen Whisky einfach und ohne großen Schnick-Schnack mit ein paar Tropfen Wasser verdünnen, dabei aber nicht auf eine Whisky-Pipette verzichten möchte, liegt mit einer einfachen Pipette aus Kunststoff genau richtig. In einem Pack sind in der Regel ausreichend Pipetten enthalten, um auch eine kleine oder größere Tasting-Runde damit auszustatten. Die Funktionsweise dieser einfachen Whisky-Pipetten ist denkbar einfach. Über das Eindrücken des Saugbalgs wird eine kleine Menge Wasser in die Kanüle gesogen, welches anschließend durch erneutes leichtes Drücken des Balgs tropfenweise in das Nosing-Glas Whisky gegeben werden kann.

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Diese edle in Glas-Pipette mit einer Länge von ca. 20 cm wird in Schottland von Hand gefertigt und ist mundgeblasen (Foto: Amazon)
Diese edle in Glas-Pipette mit einer Länge von ca. 20 cm wird in Schottland von Hand gefertigt und ist mundgeblasen (Foto: Amazon)

Mundgeblasene Whisky-Pipette aus Schottland

Neben vielen einfachen Pipetten für den Alltag, werden für Whisky-Genießer auch ausgefeiltere Exemplare angeboten, die teilweise sogar mundgeblasen und von Hand geblasen werden. Die Funktionsweise von Glas-Pipetten ist eine andere, sie funktionieren häufig als sogenannte „Dropper“. Das heißt, sie sind so konzipiert, dass sich nur nach und nach ein Tropfen aus ihnen löst und so in das Whiskyglas gegeben werden kann. Im Gegensatz zu günstigen Modellen wirken diese spezialisierten Whisky-Pipetten aus Glas deutlich eleganter und hochwertiger, wodurch sie ein ideales und gleichermaßen nützliches Geschenk für Genießer von hochwertigen Whiskys sind.

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Die 'Gentleman-Pipette' von Eisch ist mit Gold- oder Platinbeschichtung erhältlich. (Foto: Amazon)
Die ‚Gentleman-Pipette‘ von Eisch ist mit Gold- oder Platinbeschichtung erhältlich. (Foto: Amazon)

Eisch ‚Gentleman‘ Whisky-Pipette in Gold oder Platin

Eine weitere sehr hochwertige Whisky-Pipette stammt aus der deutschen Glashütte Eisch. Die Pipette ‚Gentleman‘ weist ein einfaches physikalisches Funktionsprinzip auf. Um Wasser in die Kanüle aufzunehmen, wird die Pipette in ein Glas mit Wasser gegeben und anschließend die obere Öffnung mit einem Finger verschlossen. Auf diese Weise bleibt das Wasser eingeschlossen und kann mit etwas Fingerspitzengefühl zum Verdünnen des Whiskys verwendet werden. Die Whisky-Pipetten von Eisch werden aus Kristallglas gefertigt und sind in mit einer edlen Beschichtung aus Platin oder Gold erhältlich.

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