Single Malt-Fässer
Ex-Bourbon-Fässer mit Whisky bei Glen Moray // Foto: Whiskyglas.org

Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps. Diese Lebensweisheit kann nur bedingt für Whisky angewendet werden, denn nicht jeder Whisky darf sich zum Beispiel Single Malt nennen. Doch was ist Single Malt Whisky eigentlich?

Ein Single Malt Whisky muss im Wesentlichen zwei Bedingungen erfüllen. Und die Diese beiden Begriffe leiten sich aus der Bezeichnung des Single Malts ab.

  • Das Single im Namen rührt daher, dass der abgefüllte Whisky nur aus einer einzigen Brennerei stammen darf, jedoch nicht zwangsläufig aus nur einem einzigen Fass. Abfüllungen aus einem Fass werden als Single Cask (Fass) bezeichnet.
  • Das Malt steht dafür, dass als Getreide für die Herstellung ausschließlich gemälzte Gerste verwendet werden darf. Da die verwendete Gerste nur geringfügigen Einfluss auf den Geschmack des Whiskys hat, muss sie allerdings nicht aus der unmittelbaren Umgebung der Brennerei stammen.

Single Malt als Qualitätsbezeichnung

Die Bezeichnung Single Malt wird üblicherweise als Qualitätsmerkmal des Whiskys verwendet. Durch die Verwendung von Fässern nur einer Brennerei und den strengen Produktionsabläufen soll eine besonders hohe Qualität des Whiskys erreicht werden. Immerhin kommt in Single Malt Whiskys der Geschmack und Charakter der Destillerie viel deutlicher zum tragen, als in Blended Whiskys.

Anders als in Blends ist eben nur Whisky aus einer Destillerie enthalten und es darf kein Grain-Whisky hinzugefügt werden. Daher sind Single Malts markanter und individueller im Geschmack als die häufig relativ geradelinigen Blended-Whiskys. Hinzu kommt auch noch die besonders lange Lagerungszeit der Single Malt Whiskys. Für Whisky ist grundsätzlich eine gesetzliche Lagerzeit von mindestens drei Jahren vorgeschrieben. Single Malt Whiskys hingegen lagern häufig zehn Jahre oder noch bedeutend länger in Eichenholzfässern bevor sie schließlich abgefüllt werden.

Besonderes Finish für intensiven Geschmack

Für die Lagerung des Single Malt Whiskys werden häufig ausgediente Fässer aus amerikanischer Eiche verwendet, die aus der Produktion von Bourbon-Whisky stammen. Bei amerikanischen Bourbon-Whiskey sind für die Lagerung nur frische, ausgebrannte Fässer zugelassen. Damit die Fässer nicht einfach weggeworfen werden, verkauft man die Fässer nach Schottland. Für Scotch Whisky ist nämlich auch die Verwendung von bereits benutzten Fässern erlaubt.

Großer Vorteil: Durch die Lagerung des Bourbons sind die kräftigen Eichenholzaromen bereits etwas abgebaut, welche den Scotch über die lange Lagerzeit im Fass viel zu kräftig machen würden. Darüber hinaus gibt das Fass aber auch Charakteristiken des zuvor gelagerten Bourbons an den Scotch Whisky weiter und erweitert so das Geschmacksspektrum.

Beliebt sind allerdings auch Fässer in denen zuvor Sherry, Rum, Portwein oder Wein gelagert wurde. Der Whisky reift während der langen Lagerzeit weiter und kann auch hier vielfältige Aromen aus dem Holz aufnehmen, sich entwickeln und an Charakter gewinnen.


Single Malts: Erfolgsgeschichte made in Scotland

Bekanntestes Produktionsland für Single Malt Whisky ist Schottland, von dort stammt auch eine der weltweit größten und erfolgreichsten Brennereien – Glenfiddich. Die Brennerei Glendfiddich entdeckte im Jahr 1963 die eigentlich alte Idee neu, ihren Whisky wieder als Single Malt zu produzieren. Eine Erfolgsgeschichte wie sich sehr bald zeigen sollte.  Aber auch die grüne Insel Irland ist für seine Single Malts bekannt und sogar im fernen Japan erfreut sich die Brennereikunst wachsender Beliebtheit.

Mit der Abfüllung des Whiskys in Flaschen wird der Reifungsprozess abgeschlossen. Bei entsprechender Lagerung, die idealerweise stehend, kühl, trocken und ohne Sonneneinstrahlung sein sollte, erhält der Single Malt über viele weitere Jahre seine gleichbleibende Qualität.

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