Whisky-Blends
Fasslager bei Glen Moray in Schottland // Foto: Whiskyglas.org

Als Blended Whisky bezeichnet man einen verschnittenen Whisky. Das bedeutet, dass der Whisky nicht wie bei einem Single Malt nur aus einer Destillerie stammt, sondern aus bis zu fünfzig und mehr verschiedenen Sorten unterschiedlicher Erzeuger zusammengemischt wird. Zudem darf für Whisky-Blends auch relativ neutral schmeckender Grain Whisky verwendet werden. Das exakte Mischverhältnis geben die Abfüller nicht öffentlich bekannt und es varriiert von Hersteller zu Hersteller. Man kann jedoch davon ausgehen, dass in niedrigeren Blends mehr günstiger Grain-Whisky enthalten ist, als in teureren Abfüllungen.

Auch andere Getreide erlaubt: Grain Whisky in Blends

Während Single Malts nur aus gemälzter Gerste hergestellt werden dürfen, können für Blended Whiskys auch andere Getreidearten zum sogenanntem Grain-Whisky gebrannt werden. Der große Vorteil dieses Vorgehens ist neben dem niedrigeren Preis des fertigen Whiskys der gleichbleibende Geschmack. Und so wird für die Produktion von Blended Whisky häufig Weizen oder anderes Getreide verwendet, da dieses günstiger als Gerste ist. Theoretisch kann jedes Getreide für die Herstellung verwendet werden. So wird für amerikanischen Bourbon Whiskey (der fast immer ein Blend ist) häufig Roggen oder Mais, teilweise aber auch ebenfalls Gerste zum Brennen verwendet. Gemeinsam haben sowohl Grain Whisky als auch Malt-Whisky, dass sie vor der Abfüllung mindestens drei Jahre in Eichenholzfässern gereift haben müssen. Ansonsten dürften sie nicht als Whisky bezeichnet werden.

Oftmals Einheitsgeschmack: Blended Whiskys

Der große Nachteil der industriellen Blended Whisky-Produktion ist, dass mit den Erzeugnissen häufig der Einheitsgeschmack der Masse bedient wird. Vor allem günstigere Blends haben häufig wenig eigenen Charakter und eine geringere Geschmackstiefe als solide Single Malts. Im schlechtesten Fall schmecken sie sogar fuselig, bitter und eindimensional.

Jedoch gibt es auch bei den Blended Whiskys große Qualitätsunterschiede, die vor allem aus den verwendeten Ursprungs-Whiskys herrühren. Beim Blending wählt der Brennmeister zuerst einige Whiskys aus, die in größeren Mengen verwendet werden sollen. Diese ausgesuchten Sorten bilden die Basis des Blended Whiskys. Sie werden auch als Lead Whiskys bezeichnet. Für den Fall, dass eine dieser Sorten einmal „ausfallen“ sollte, steht mindestens ein vergleichbarer Whisky zur Verfügung, um die konstante Produktion zu gewährleisten. Weitere Whiskys werden nur in kleineren Mengen zur weiteren Ausbildung und Entwicklung des Geschmacks verwendet. So können etwa rauchige Whiskys dem finalen Blend interessante Noten hinzufügen.

Blends für leckere Longdrinks und Cocktails

Blends setzen sich aus einer Vielzahl an Whiskys aus unterschiedlichen Destillerien zusammen und bieten dadurch einen konstanten Geschmack. Ihr im Vergleich niedrigerer Preis haben sie für die breite Masse erschwinglich gemacht. Und so werden heute etwa 90 % des Whiskys weltweit als Blend genossen. Besonders für Cocktails und Longdrinks, wie zum Beispiel den bekannten Whisky Sour, sind die Einsteiger-Blends von Johnnie Walker, Ballantine’s, Dewars oder Chivas Regal besonders geeignet und eine sehr gute Ergänzung für die gut ausgestattete Hausbar. Bessere Blended Whiskys lassen sich aber auch pur oder „on the rocks“ hervorragend in einem Tumbler-Glas genießen.

Der Nachteil des Whisky on the Rocks ist, dass der Drink durch die schmelzenden Eiswürfel relativ schnell verwässert. Wer dies verhindern möchte, für den bieten sich Kühlsteine für Whisky an. Diese bestehen aus Granit, Speckstein oder Edelstahl und kühlen den Whisky zuverlässig ohne zu verwässern.

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