Whisky Sour im Glas

Whisky, Zitronensaft und Rohrzucker – so einfach die Zutaten für diesen Cocktail, so komplex ist die Aromenvielfalt. Säure prallt auf Süße und wird von der charaktervollen Schärfe des Whisky (meist ein Bourbon) aufgefangen. So mancher Cocktail-Kenner bezeichnet den Whisky Sour auch als König der Whisky-Drinks. Nicht ganz zu unrecht, denn obwohl die Zutaten immer die gleichen sind, ist es hier das Mischverhältnis, welches den Ausschlag gibt.

Unser Whisky Sour Rezept:

4cl Whisky (wir haben Glenfiddich 12 Jahre verwendet)
3cl Zitronensaft
1 Löffel Rohrzucker

werden im Shaker gemischt. Anschließend wird der Drink in Whiskygläser gegossen, welches zuvor mit zwei bis drei Eiswürfeln gefüllt wurde. Besonders gut eignet sich für diesen Drink natürlich ein Tumbler-Glas. Spannend ist bei diesem Mischverhältnis die ausgeprägte Säure des Drinks, die sich versucht gegen den Zucker durchzusetzen. Der Whisky bahnt sich seinen Weg erst im Nachgang an die Geschmacksnerven…

Hinweis zum Zitronensaft: Die Säure von unteschiedlichen Zitronensäften kann teilweise erheblich abweichen. Insbesondere die bekannte „gelbe Plastikzitrone“ ist für Cocktails nicht sonderlich geeignet. Am besten nimmt man einen Zitronensaft mit möglichst hohem Fruchtanteil, der nicht so extrem sauer ist. Frisch auspressen ist ebenfalls eine Alternative. Die Angabe zum Zitronensaft im Rezept kann aus diesem Grund mitunter variieren.

Geheimtipp: Whisky Sour mit Eiweiß

4cl Whisky (wir haben Glenfiddich 12 Jahre verwendet)
8cl Zitronensaft
1 Löffel Rohrzucker
1 Eiweiß (vorher trennen und dann hineingeben)

Bei dieser Variante ist besonders wichtig, dass das Eiweiß gut aufgeschlagen wird, da es sonst einen leicht schleimigen Eindruck im Mundraum hinterlässt. Also alle Zutaten kräftig shaken und ebenfalls in ein Tumbler-Glas mit Eiswürfeln füllen. Das Ei verleiht dem Whisky Sour mehr Körper und sorgt für ein ausgewogeneres Geschmackserlebnis. Aber Vorsicht: Wenn man zu lange wartet, trennt sich das Eiweiß wieder vom Rest des Drinks…

Whisky Sour für Fortgeschrittene

Von einem interessanten Experiment berichtet das Mixology-Blog: Während für den Whisky Sour üblicherweise Bourbon verwendet wird, haben sich verschiedene Barkeeper bei einem Workshop an Varianten des Whisky Sour mit Scotch probiert. Wichtig für den Geschmack scheint auch hier das Verhältnis der Zutaten zueinander zu sein:

„Wir mixen mit einem Einsteiger- Scotch (Blended) verschiedene Whisky Sours in unterschiedlichen Verhältnissen. Begonnen wird einen Hauch süsser mit 6/3/2 (Scotch/Zitronensaft/Zuckersirup) um sich dann langsam vorzuarbeiten in die trockeneren Gefilde in Richtung 7/2/1. Eine Mehrheit findet sich schliesslich beim Verhältnis 6/3/1,5.“

Interessant scheint die Verwendung von schottischem Whisky vor allem vor dem Hintergrund einer größeren aromatischen Vielfalt und einer ausgeprägten Rauchigkeit zu sein. Besonders Famous Grouse, Johnnie Walker Black Label und Loch Lomond stechen positiv aus den verwendeten Blended Malts hervor. Am Ende entscheidet wohl doch der Gast, welche Mischung in seinem Whiskyglas ihren festen Platz findet.

In was für einem Glas sollte man einen Whisky-Sour servieren?

Für einen klassischen Cocktail wie den Whisky Sour ist ein Whisky-Tumbler am besten geeignet. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass das Glas nicht zu groß ist, so dass der leckere Cocktail auch angemessen zur Geltung kommt und nicht im Glas „verschwindet“. An einem Whisky-Tumbler kann man (wie oben im Bild) leicht mit etwas Zitronensaft und Zucker einen schönen Rand gestalten. Ganz klassisch wird der Whisky Sour ausschließlich mit Eis und einem Schnitzer Zitrone serviert.

6 thoughts on “Rezept: Whisky Sour”

  1. Wir haben in den letzten 3 Wochen über 50 verschiedene Whisky Sorten für Whisky Sour ausprobiert… erstaunlicher Weise haben alle Probierer EINHEITLICH den Favouriten ausgewählt. Resultat… der beste Whisky für Whisky Sour ist… Talisker 10 Jahre

    Ist natürlich geschmackssache und wir bevorzugen generell eher holzige/torfige Whiskys… aber der Geschmack ist einfach wahnsinnig geil und kein anderer Whisky Sour hatte hier eine Chance gegen den Talisker-Whisky Sour

  2. Das was im Artikel beschrieben ist, ist aber auch ein Scotch Sour. Noch dazu mit zuviel Saft und viel zu wenig Whisky.

    ich mixe einen Whisky Sour mit 6cl Whisky, 4cl Zitronensaft und 2 cl Zuckersirup

  3. Als Tipp für den Whisky Sour mit Eiweiß, das Eiweiß als erste Zutat dazu geben, falls bei der Trennung von Eiweiß und Eigelb doch etwas von der Schale in den Shaker landet, den Inhalt müsste man ja in dem Fall verwerfen.

    Und ganz interessant ist ein Dry-Shake bevor man mit Eis arbeitet. Also alle Zutaten erstmal ohne Eis kräftig shaken, dann den Shaker öffnen und wieder erneut shaken und anschließend abseihen. So bekommt man eine sehr stabile und schöne Schaumkrone.

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